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Luftig leicht, fruchtig und himmlisch lecker schmeckt diese Apfel-Pastila. Mit gewöhnlichen Zutaten kannst du sie einfach zu Hause selber machen. Die russische Schaumzucker-Süßigkeit aus Apfelpüree ist ideal zum Naschen zwischendurch und zum Verschenken an deine Lieben. Ein ausführliches Pastila Rezept mit den genauen Mengenangaben und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier ganz unten.

Sowjetische Apfel-Pastila
In der Sowjetzeit wurde eine vereinfachte Version der russischen Beljow Pastila entwickelt. Sie hatte die Form von kleinen weißen Riegeln und war vom Geschmack und von der Konsistenz her einem Zefir ähnlich. So eine Apfel-Pastila wurde damals und wird heute immer noch, neben der gebackenen Milch, den Prjaniki und den Bubliki, industriell in Russland hergestellt.
Zwei Zubereitungsarten für zu Hause
Zu Hause kann die Apfel-Pastila auf zwei Arten hergestellt werden. Traditionell macht man es ähnlich dem klassischen Apfel-Zefir Rezept.
Oder du nutzt dafür das vereinfachte Rezept mit kurzer Trockenzeit, wie für den Beeren-Zefir. Diese zweite Methode verwende ich hier.

Welche Äpfel nehme ich?
Die Pastila wird in Russland hauptsächlich mit Antonowka Äpfeln hergestellt. Aber auch mit anderen Sorten kannst du sie selber machen, so wie die russischen Apfelkuchen auch.
Nimm möglichst saure, grüne oder unreife Äpfel, die frisch und knackig sind, für das Rezept. Denn sie sind besonders reich an Pektin**, das, neben dem Agar-Agar, für die feste Konsistenz der Süßigkeit sorgt.

Naschen, verschenken, aufbewahren
Diese Apfel-Pastila kannst du, neben dem Fruchtleder, einfach zwischendurch naschen. Sie ist eine abwechslungsreiche Alternative zu den klassischen Süßigkeiten, wie Schokolade oder Gummibärchen.
Außerdem ist die Pastila, neben den Trüffel-Pralinen, der Bruchschokolade und den Dominosteinen, ideal zum Verschenken geeignet. Hübsch verpackt ergibt sie eine einzigartige Überraschung aus der Küche.
Damit die Apfel-Pastila später nicht feucht wird, solltest du sie gründlich trocknen lassen, bevor du sie verpackst. Sie ist fertig, wenn sie von außen eine dünne feste Kruste gebildet hat.
Bewahre die russische Süßigkeit in einer Pappschachtel** oder einer ähnlichen Verpackung an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur auf. Sie ist mehrere Wochen haltbar.

Diese Pastila ist
- luftig,
- leicht,
- fruchtig,
- zart,
- süß,
- himmlisch lecker,
- mit ausgeprägtem Apfel-Geschmack,
- aromatisch,
- ohne Gelatine,
- einfach selber zu machen,
- ohne Zusatzstoffe im Gegensatz zum industriell hergestellten Produkt,
- lange haltbar,
- perfekt zum Naschen und Verschenken,
- sowjetischer Klassiker.

Apfel-Pastila selber machen: Tipps und Tricks
- Am besten sind saure, grüne oder unreife Äpfel, die frisch und knackig sind, für das Rezept geeignet.
- Die im Rezept angegebene Backzeit der Äpfel kann bei dir stark abweichen. Sie hängt von der Sorte der Äpfel und der Größe der Stücke ab.
- Verwende reinen Agar-Agar guter Qualität und ohne Zusätze für das Rezept. Mein Agar-Agar hat Gelstärke 900. Ist dein pflanzliches Geliermittel schwächer, brauchst du mehr davon.
- Die Zuckermenge solltest du nicht reduzieren, denn davon hängt die Festigkeit der Süßigkeit ab.
- Statt mit Vanille kannst du die Pastila mit Zimt oder anderen Gewürzen aromatisieren.
- Verteile die fertige Eiweiß-Apfelmasse möglichst zügig auf dem Backblech, denn sie wird ziemlich schnell fest.
- Bewahre die selbstgemachte Apfel-Pastila in einer Pappschachtel** oder einer ähnlichen Verpackung an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur auf. Vorher gründlich getrocknet ist sie über mehrere Wochen haltbar.
- Mit den zurückgebliebenen Eigelben kannst du einen Vanillepudding kochen, die Rogaliki mit Marmelade „Nezhenki“ backen oder das Mango-Tiramisu im Glas zubereiten.
Hast du die Apfel-Pastila nach diesem Rezept selber gemacht? Ich freue mich auf dein Ergebnis, deine Sternen-Bewertung und deinen Kommentar hier weiter unten, wie sie dir gelungen ist und geschmeckt hat.
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Apfel-Pastila
Zutaten
- 800 g Apfelpüree (ca. 1,5 kg Äpfel)
- 170 ml Wasser
- 20 g Agar-Agar** Gelstärke 900
- 480 g + 200 g Zucker
- 80 g Eiweiß (von 2 großen Eiern)
- 1/4 TL Zitronensäure** in Lebensmittelqualität
- 1 Prise Vanille gemahlen**
zum Wälzen
- Puderzucker
Anleitungen
- Entkerne Äpfel, viertele sie, verteile sie auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und backe sie im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca. 30 - 50 Minuten (je nach Apfelsorte), bis sie sehr weich sind und beim Draufdrücken zerfallen.
- Gib die gebackenen Apfelstücke in eine Schüssel, püriere sie mit einem Stabmixer, streiche das Apfelpüree anschließend durch ein feines Sieb und wiege 800 Gramm davon ab.
- Gib Wasser in einen Kochtopf mit dickem Boden und löse darin Agar-Agar auf.
- Füge das Apfelpüree und 480 g Zucker hinzu und rühre es um.
- Gib Eiweiße, 200 g Zucker, Zitronensäure und Vanille in eine große Rührschüssel.
- Lege ein Backblech mit Backpaier aus.
- Schlage die Eiweißmasse steif.
- Bringe währenddessen die Apfelpüree-Masse unter Rühren zum Kochen und köchele sie unter ständigem Rühren 4 - 5 Minuten.
- Gieße die heiße Apfelpüree-Masse in einem dünnen Strahl zur steifen Eiweißmasse, während du sie bei mittlerer Geschwindigkeit schlägst.
- Schalte das Rührgerät auf hohe Geschwindigkeit und schlage die Apfel-Eiweißmasse 7 Minuten. (Die fertige Masse ist flüssiger, als welche für Zefir.)
- Verteile die Pastila-Masse zügig ca. 2 cm dick auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und streiche sie glatt.
- Lass die Pastila-Platte bei Zimmertemperatur ca. 1 Stunde auskühlen und fest werden.
- Bestäube die Pastila-Platte mit Puderzucker und schneide sie in ca. 7 cm x 2 cm große Riegel.
- Für sofortigen Verzehr: Wälze jeden Pastila-Riegel in Puderzucker und genieße ihn.
- Zum Aufbewahren: Verteile die Pastila-Riegel mit etwas Abstand voneinander auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche und lass sie an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur ca. 24 - 48 Stunden trocknen, bis sie eine dünne trockene Kruste bekommen, wende sie dabei gelegentlich. Oder trockne die Pastila im Backofen bei 30 - 40 °C Umluft ca. 3 - 4 Stunden, wende sie auch hier gelegentlich, mach außerdem die Backofentür öfters auf, damit der Dampf entweichen kann, und lass sie danach auskühlen. Wälze jeden Pastila-Riegel anschließend in Puderzucker.
Notizen
- Am besten sind saure, grüne oder unreife Äpfel, die frisch und knackig sind, für das Rezept geeignet.
- Die angegebene Backzeit der Äpfel kann bei dir stark abweichen. Sie hängt von der Sorte der Äpfel und der Größe der Stücke ab.
- Verwende reinen Agar-Agar guter Qualität und ohne Zusätze für das Rezept. Mein Agar-Agar hat Gelstärke 900. Ist dein pflanzliches Geliermittel schwächer, brauchst du mehr davon.
- Die Zuckermenge solltest du nicht reduzieren, denn davon hängt die Festigkeit der Süßigkeit ab.
- Statt mit Vanille kannst du die Pastila mit Zimt oder anderen Gewürzen aromatisieren.
- Verteile die fertige Eiweiß-Apfelmasse möglichst zügig auf dem Backblech, denn sie wird ziemlich schnell fest.
- Bewahre die selbstgemachte Apfel-Pastila in einer Pappschachtel** oder einer ähnlichen Verpackung an einem trockenen Ort bei Zimmertemperatur auf. Vorher gründlich getrocknet ist sie über mehrere Wochen haltbar.
- Mit den zurückgebliebenen Eigelben kannst du einen Vanillepudding kochen, die Rogaliki mit Marmelade "Nezhenki" backen oder das Mango-Tiramisu im Glas zubereiten.
- Beachte die ausführlichen Tipps und Tricks für das Selbermachen der Apfel-Pastila oben im Beitrag.
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